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Gartenhaus: Auf Schillers Spuren
Nicht nur Goethe hatte ein eigenes Gartenhaus als Refugium und Ort der Ruhe, auch Schiller, war stolzer Besitzer eines Gartenhauses.
Im Jahr 1797 kaufte er das Gartenhaus vor den Toren der Stadt Jena, für 1.050 Taler. Von 1797 bis 1799 verbrachte er mit Frau, Kindern und Dienstboten die Sommermonate im Gartenhaus und schrieb einen Großteil seiner Balladen, Teile von Wallenstein, ebenso begann er mit dem Drama Maria Stuart.
Im Jahr 1801 verbracht Schiller erneut einige Wochen in seinem Gartenhaus, mittlerweile war er schon nach Weimar umgezogen.
Nach Schillers Tod, bewohnte Thibeaut, ein Jurist, das Haus. Später kaufte Herzog Carl August das gesamte Gelände und ließ eine Sternwarte an das Gartenhaus anbauen. Das einstige Gartenhaus von Schiller war jetzt das Diensthaus des jeweiligen Sternwartendirektors.
Im Jahre 1846 wurde von Dr. Dietrich Georg von Kieser ein Schiller Denkmal gestiftet, dies sollte daran erinnern, das Schiller in dem Gartenhaus den Wallenstein geschrieben hat.
In den Jahren 1987 bis 1989 wurde das Gartenhaus von Schiller komplett saniert und kann seit 1990 in seiner heutigen Form als Museum besucht werden.
Schirmherr ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Gartenhaus: Auf Goethes Spuren unterwegs
Viele berühmte Persönlichkeiten verbrachten ihre Freizeit in Gartenhäusern, die auch als temporäres Wohnhaus dienten.
Ein Sehenswürdigkeit in Weimar bietet das Gartenhaus Goethes, dass dieser als Wohn- und Arbeitsstätte benutzte. Es war ein zentraler Ort, in dem klassische Werke wie „Iphigenie auf Tauris“ und Dramen wie „Egemont“ und „Torquato Tasso“ bearbeitet wurden. Bekannte Gedichte wie „An den Mond“, „Rastlose Liebe“ und „Jägers Abendlied“ entstanden desweiteren in seinem Gartenhaus.
Am 22. April 1776 kaufte er das Gartenhaus, das wohl im 16. Jahrhundert als Winzerhaus diente. Herzog Carl August, damals mit Goethe befreundet, schenkte dem Schriftsteller das Haus mit anschließenden Garten am östlichen Ilmenhang. Die Bezahlung von 600 Talern erfolgte durch Friedrich Justin Bertusch aus den Geldreserven des herzog, obwohl nach außen hin Goethe als Käufer erschien.
Goethe versuchte selbst den Garten von über 9700 Quadratmeter nach Ideen aus englischen Landschaftsgärten und Gartenanlagen umzugestalten. Es wurden Obstwiesen, Blumenrabatte und Gemüsebeete angelegt. Diverse geschlängelte Wege führten zu mehreren großzügig platzierten Gartenplätzen.
Das Gartenhaus diente Goethe bis 1782 als Wohnhaus und wurde auch die kommenden Jahre noch als Sommerhaus verwendet. Die Erweiterung von Goethes Bibliothek und seinen Sammlungen konnten nur noch in einem größeren Haus in Weimar selbst aufgenommen werden.
Als Wirkungsstätte des klassischen Weimars gehört das Gartenhaus seit 1998 zum Unesco-Weltkulturerbe. Mittlerweile ist das Gartenhaus als Museum eingerichtet.
