Archiv für Mai, 2010
Gartenhaus – Aufbauanleitung
Viele Deutsche wollen sich zurzeit ein Gartenhaus kaufen. Ob für den Schrebergarten oder für das eigene Grundstück – die kleinen Holzhäuser sind beliebt. Doch wer ein Gartenhaus bauen möchte, der sollte einige Dinge beachten bevor er mit dem Bau anfängt. Denn häufig dauert die Vorbereitung länger als der tatsächliche Aufbau.
1. Geeigneten Platz finden
Zu allererst beginnt die Suche nach einen geeignete Platz. Es muss einem klar werden, wo man das Haus in den Garten stellen will.
Gibt es eine Stelle, die besonders sonnig ist? Ist der Boden eben? Wenn der Boden nicht eben ist, so wird dies später zu erheblicher Arbeit führen, denn das Fundament eines Gartenhauses sollte in jedem Fall vollkommen eben sein. Ist der Boden zu matschig? Auch hier sollten Sie beachten, dass Sie bei extrem weichen Grund eventuell tiefer graben müssen um später das Fundament zu errichten, da dieses auf einer festen Erdschicht fußen sollte. Des Weiteren sollte man auf niedrig hängende Zweige achten. Dies wird häufig vergessen, da man nur die Grundfläche und nicht auf Höhe des Hauses bei der Platzsuche im Kopf hatte. Schließlich sollten Sie bei vielen Gartenhäusern beachten, dass das Dach größer ist als der Grundbau und dort zusätzlicher Platz benötigt wird.
2. Baugenehmigung einholen
Hat man einen geeigneten Platz gefunden, so sollte man nicht schon sofort zur Tat schreiten. Viele Heimwerker vergessen in Ihrem Eifer eine kleine aber wichtige Formalität: die Baugenehmigung.
Zwar brauchen Sie nicht für jedes Gartenhaus eine solche Genehmigung, doch ab einer gewissen Größe oder ab einem gewissen Abstand zum Nachbargrundstück ist eine Genehmigung vom Bauamt nötig. Ab welcher Größe sie notwendig ist und wie teuer die Genehmigung ist, wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt. Man kann jedoch mit mehr als 50€ rechnen. Auch sollten Sie bei Ihrer Planung bedenken, dass das Bauamt oft mehrere Wochen Bearbeitungszeit benötigt. Auch wenn Sie letztendlich keine Baugenehmigung brauchen, sollten Sie sich im JEDEM Fall bei Ihrem örtlichen Bauamt informieren.
3. Fundament
Beim Fundament sind prinzipiell mehrere Varianten möglich. Welches die richtige Unterbau für Ihr Gartenhaus ist richtet sich nach der Bauweise des Hauses. Ist Ihr Gartenhaus klein und lediglich als Geräteschuppen angedacht, so genügt es, wenn Sie den Untergrund verdichten, also einstampfen und ebnen. Wer es etwas sicherer und weniger wasseranfällig mag, der sollte sein Haus auf Steinplatten aufbauen, die auf ebenen, gepressten Sand oder Kies verlegt wurden. Achten Sie dabei darauf, dass die Platten alle in gleichmäßiger Höhe sind, da sonst Ihr weiterer Aufbau erschwert wird.
Ist ihr Haus größer, windanfälliger und wollen Sie sich selbst darin aufhalten, so empfiehlt sich ein einbetoniertes Fundament. Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
Zum Einbau einer Fundamentplatte hebt man zunächst eine Grube aus, die etwas größer als die Grundfläche des Gartenhauses ist. Die Tiefe sollte gleichmäßig sein und etwa 30cm betragen, um einen sicheren Stand zu gewährleisten. Damit der nachher eingefüllte Beton seine Form bewahrt, ist es sinnvoll mit Hilfe von langen Brettern eine Randschalung herzustellen. Dies ist sozusagen die Verkleidung der Grubenwand, die verhindert, dass weiche Erde zurück in Ihre Grube fällt.
Nun kann man sich daran machen das Loch aufzufüllen. Hierbei ist wieder zu bedenken, dass das Fundament möglichst langlebig sein sollte. Daher empfiehlt es sich erst die Hälfte der Tiefe mit festem Kies zu füllen und danach den Rest mit Flüssigbeton aufzufüllen. Dazwischen eine Baufolie und nun nur noch den Beton gleichmäßig und eben verteilen und fertig ist das Fundament.
Haben Sie ein flächenmäßig großes, gleichmäßig schweres Gartenhaus, dann macht ein Streifenfundament Sinn. Vorteil hier ist, dass man kein 30 cm tiefes Loch ausgraben muss, sondern „nur“ 20 cm. Dieses wird wie bei der Fundamentplatte zur Hälfte mit Kies und zur Hälfte mit Beton aufgefüllt. Die Besonderheit beim Streifenfundament ist jedoch, dass Sie am Rand Ihrer Grube einen tieferen Abschnitt ausheben müssen. Dieser Bereich sollte eine Tiefe von 80cm haben. Die äußeren 30cm des Lochs sollten also eine Tiefe von 80 cm haben, während für den Rest der Grundfläche eine Tiefe von 20cm genügt.
Die gute Stabilität des Streifenfundaments kommt daher, dass der äußere Bereich komplett mit Beton ausgefüllt wird und somit eine Betonschale um die Grundfläche entsteht.
Ist die Grundfläche groß, so lässt sich durch ein Streifenfundament Beton sparen. Allerdings muss man tiefer graben, was sehr aufwendig seien kann.
4. Unterbau
Nun können Sie damit anfangen auf Ihrem Fundament einen Unterbau zu erstellen. Stellen Sie nicht einfach Ihr Haus auf das Fundament, da sonst die Gefahr besteht, dass Wasser leicht einziehen kann.
Für den Unterbau legen Sie am besten mit Balken den Grundriss der äußeren Wände ihres Hauses ab. Seien Sie hier präzise, denn dort wird das hohe Gewicht der Wände lasten. Dann verbinden Sie diesen äußeren Rand mit einen Netz von inneren Balken und befestigen Sie diese miteinander. Nun können Sie mit dem Aufbau ihres Gartenhauses beginnen.
Ab hier sollten Sie den Anweisungen Ihrer Bauanleitung folgen und Ihr Gartenhaus entsprechend aufbauen.
Gartenhaus – Der Außenanstrich
Nun, da sich endlich der langersehnte Frühling über Deutschland ausbreitet, wollen die meisten Gartenbesitzer wieder in ihre kleine private Oase. Hierzu gehört meist ein alljährige Tradition – das Anstreichen des Gartenhauses, um das Erscheinungsbild des Gartenhauses wieder aufzufrischen.
Vor allem nach einem strengen Winter wie diesem kommt es mitunter vor, dass der Außenanstrich von Gartenhäusern unter den niedrigen Temperaturen gelitten hat. In solch einem Fall ist dringend anzuraten dem Gartenhaus einen neuen Außenanstrich zu verpassen, da ansonsten kein ausreichender Schutz mehr für das Holz eines Gartenhauses gegen Witterungseinflüsse besteht.
Um den neuen Außenanstrich entsprechend auftragen zu können, müssen als erstes die Wände des Gartenhauses von der alten Farbe befreit werden. Hierfür wird in der Regel eine Schleifmaschine oder eine Drahtbürste verwendet. Damit lässt sich die alte Lackschicht bzw. die unzureichende Lasur problemlos entfernen. Nachdem das Holz des Gartenhauses von den Rückständen des alten Anstrichs befreit ist, kann damit begonnen werden eine Grundierung aufzutragen. Die Grundierung dient vor allem der Haftung des eigentlichen Außenanstrichs und sorgt zudem für eine Art Versiegelung des Holzes. Daher sollte dieser Arbeitsschritt mit großer Sorgfalt durchgeführt werden.
Die Grundierung selbst wird mit einem weichen Flachpinsel gleichmäßig auf die Außenseite der Holzwände verteilt. Nach dem gleichmäßigen Auftragen muss die Grundierung gut antrocknen, um einen maximalen Schutz und eine maximale Farbhaftung zu erreichen.
Nach der Trockenphase kann nun mit dem eigentlichen Außenanstrich des Gartenhauses begonnen werden. Empfehlenswert sind sogenannte Wetterschutzfarben diese haben den Vorteil, dass farblicher Außenanstrich und Holzschutz in einem Produkt vereint sind. Dem Gartenhausbesitzer sei angeraten sich von einem Fachmann in Sachen Gartenhäuser & Anstriche beraten zu lassen.
Die Wetterschutzfarbe für das Gartenhaus sollte in mind. zwei bis drei Schichten mit Hilfe eines Pinsels oder einer Rolle unverdünnt und gleichmäßig aufgetragen werden. Es sein noch angemerkt, dass zwischen dem Aufbringen der einzelnen Schichten eine Trockenzeit von jeweils ca. drei Stunden eingehalten werden sollte.
Beachtet man die soeben angeführten Arbeitsschritte, kann die Lebensdauer eines Gartenhäusern um ein Vielfaches verlängert werden. Dies gilt ebenso für unbehandelte Carports, Outdoor-Holzspielgeräte und sonstigen Gebilden in Holzbauweise.
Gartenhaus – Das Dachrinnensystem
Jedes Gartenhaus benötigt ein Dach und ein dazugehöriges Wasserableitungssystem für das Regenwasser, denn davon sammelt sich eine Menge auf Gartenhausdächern an. Damit dieses Wasser nicht zu Wasserschäden wie beispielsweise Schimmelbildung oder morsche Stellen führt, sollte jedes Gartenhaus mit Dachrinnen versehen werden.
Damit Dachrinnen Ihren Zweck erfüllen können, muss das Dach des Gartenhauses eine Neigung aufweisen, aufgrund deren das Wasser abfließen kann. Die Dachrinnen selbst verhindern das unkontrollierte Ablaufen des Regenwassers. Denn dies würde zu störenden Pfützen auf der Wiese bzw. den Terrassendielen der Gartenhausterrasse führen.
Es ist allgemein bekannt, dass Dachrinnen grundsätzlich am tiefsten Punkt der Dachkonstruktion angebracht werden müssen. Die Montage des Dachrinnensystems hängt vor allem davon ab, ob es sich um ein entsprechend geneigtes Flachdach oder um sogenanntes Giebeldach mit zwei Neigungsflächen handelt. Ein Flachdach mit Neigung benötigt lediglich eine Dachrinne, die am tiefsten Punkt des Neigungswinkels angebracht wird. Ein Giebeldach, welches zu beiden Seiten des Gartenhauses jeweils eine Neigung aufweist, benötigt somit auf beiden Seiten, am jeweilig tiefsten Punkt der beiden Neigungen des Giebeldachs eine Dachrinne.
Eine Dachrinnenkonstruktion hat zum den Vorteil, dass das Regenwasser direkt abgeleitet und gesammelt werden kann. Somit kann das Wasser sinnvoll genutzt werden und das Gartenhaus wird zur Sammelquelle für das lebensnotwendige Nass.
Das Anbringen von Dachrinnen beginnt generell mit der Montage der entsprechenden Dachrinnen-Halterungen. Diese werden je nach Gartenhausmodell, entweder an dem Stirnbrett des Dachs bzw. den Wände der Gartenhäuser befestigt. Hierbei muss vor allem auf die einheitliche Höhe der Halterungen geachtet werden. Auch müssen diese eine Flucht ergeben, da ansonsten die Dachrinnen später nicht sauber auf den Halterungen aufliegen können. Daher nimmt am besten eine Wasserwaage oder eine Richtschnur zur Hilfe.
Als nächstes werden dann die Dachrinnen mit Endstücken versehen, welche die Rinnen an jeweiligen den Enden verschließen. Nun können die Dachrinnen in die bereits angebrachten Halterungen eingehängt werden. Sollte es gewünscht sein, kann in einem letzten Schritt eine Ableitung zu einem Regenwasserfass, einem Gartenteich oder einem Sammelbecken verlegt werden.
Gartenhaus – das japanische Gartenhaus
Die traditionellen Gärten Japans sind seit vielen Jahrhunderten Teil der japanischen Philosophie und Geschichte. Sie befinden sich weitgehend in Stadtparks, Shinot-Schreinen oder buddhistischen Tempeln. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Typen: Steingärten mit einfacher Bepflanzung und Teegärten mit japanischen Gartenhaus.
Eine Sonderform der japanischen Gärten ist der Zen-Garten, bei dem auf Wasser und große Pflanzen verzichtet wird. Dieser kann mit einem japanischen Gartenhaus als Teehaus ergänzt werden. Rund um das Teehaus gilt es, eine Atmosphäre von Abgeschiedenheit von der Welt zu erzeugen, so dass die Teegäste zur Ruhe kommen und sich erholen können. Eine Wartebank vor dem japanischen Teehaus und ein Wasserstein zum Reinigen der Hände gehört ebenso dazu wie ein Tor, durch das man in den Teegarten eintritt und damit alles Weltliche hinter sich zurücklassen soll. Die Bepflanzung rund um diese Variante eines japanischen Gartenhauses ist gekennzeichnet durch dichten Bambus oder Sträucher, die einen Eindruck von Wildheit und Ursprünglichkeit vermitteln. Meist ist auch ein Teich in Gartenhausnähe vorzufinden.
Der Shoin-Zukuri- Bautyp ist ein japanisches Gartenhaus, das sich mit einem großen Fenster Richtung Garten öffnen lässt und bei dem die Shoin-Fenster die Betrachtung des sorgfältigen und auf diesen Blickpunkt hin angelegten Gartens erlaubt. Zudem eignet sich dieser Typ ideal für eine Terrasse aus hölzernen Terrassendielen.
Die japanischen Gartenhäuser sind auch in außer-asiatischen Ländern beliebt und sollen sich harmonisch in das Gesamtkonzept des Gartens einfügen sowie als Ort der Ruhe für Erholung sorgen. Die Holzbauweise sollte in perfekter Proportionalität zum gesamten Garten angelegt werden, wobei die Räumlichkeiten Klarheit und Einfachheit in der Formensprache wiedergeben.
Gartenhäuser für den heimischen Gartenbereich gibt es auch als Japanisches Gartenhaus. Hierbei kann der Haustyp des japanischen Gartenhauses als kleines Badehaus, Teehaus, als Unterbringung für technische Anlagen oder einfach nur als Highlight im eigenen Garten dienen.
Gartenhaus – Dachbegrünung
Ein Trend scheint sich immer mehr durchzusetzen und macht die frühlingshaften Gartenanlagen noch beschaulicher – die Dachbegrünung. Dieses Phänomen ist einerseits auf das sehr ökologische Aussehen eines Gartenhauses zurückzuführen und andererseits ergeben sich durch eine professionelle Dachbegrünung angenehme Vorteile für den Gartenhausbesitzer.
Des Weiteren wird Gartenhäusern mit einer Dachbegrünung einen sehr hohen ökologischen Wert zugesprochen.
Eine Begrünung des Gartenhausdaches ist kein Hexenwerk.- mit einer entsprechenden Anleitung ist die Umsetzung zumeist viel einfacher als die meisten Gartenbesitzer befürchten. Bei genauer Erkundigung, beispielsweise in Gärtnereifachgeschäften oder Baumärkten, kann sich ein Gartenbesitzer die Arbeit sparen und sich mitunter ein wirklich günstiges Komplettpaket anbieten lassen. In einem solchen Komplettpaket sind jegliche für die Dachbegrünung benötigten Materialien und oft auch die Pflanzen enthalten. Erwirbt der Gartenbesitzer ein Dachbegrünungs-Set für sein Gartenhaus, enthält dieses in der Regel eine anschauliche und gut verständliche Begrünungsanleitung.
Ein besonders angenehmer Nebeneffekt kann eine staatliche Bezuschussung sein, da heutzutage viele Städte und Gemeinden für die Begrünung von Gartenhausdächern einen Zuschuss anbieten. Hierfür muss man bei dem entsprechenden Amt nachfragen und hoffen, dass die Gemeinde auch der Meinung ist, dass sich die Dachbegrünung positiv auf das Stadtbild auswirkt, denn die Kriterien hinsichtlich der Bezuschussung einer Dachbegrünung unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. Eine finanzielle Förderung ist daher leider nicht garantiert…
Ein begrüntes Dach hat zudem auch in Hinblick auf die Umwelt sehr viele Vorteile. Zum Beispiel stellt die Begrünung eines Gartenhausdaches neuen Lebensraum dar. Dies kommt vor allem auf Insekten, Vögel und anderen Kleintiere sehr zugute. Weiterhin wird Mikroklima aufgrund der Dachbegrünungen erheblich verbessert, was sich wiederum auch positiv auf die Luftqualität auswirkt. Eine sachgerechte Dachbegrünung sorgt darüber hinaus für einen aktiven und effektiven Regenwasserrückhalt. Dies wirkt sich sehr schonend das Dach des Gartenhauses aus. Ebenso wird dadurch dem Zerfall des Daches aufgrund ständig wechselnder Witterungseinflüssen effizient entgegengewirkt.
Letztlich bleibt festzustellen, dass jeder Gartenbesitzer durch das Begrünen seines Gartenhausdaches seiner Umwelt Stück Natur zurückgibt!